Hunde bellen. Das lernt schon jedes Kind. Aber ihre Ausdrucksformen sind weit vielfältiger, denn Hunde sind wahre Meister der Kommunikation. Sowohl untereinander als auch mit uns Menschen setzen Hunde ihren ganzen Körper ein, um sich mitzuteilen. Mimik, Gestik und Körperhaltung spielen dabei eine Rolle. Wer lernt, die Hundesprache zu verstehen, kann eine engere Bindung zu seinem Hund aufbauen und Missverständnissen im Alltag vorbeugen. Auch die Hundeerziehung wird um vieles einfacher, wenn Sie körpersprachliche Signale erkennen und selbst einsetzen.
Hunde kommunizieren ständig. Je nachdem, was ein Hund mitteilen möchte, hat er unterschiedliche Möglichkeiten, sich auszudrücken:
Hunde sind sehr soziale Lebewesen. Ihre vielschichtige Kommunikation hilft ihnen dabei, das Zusammenleben zu regeln, Kooperation zu fördern und Konflikte zu vermeiden. Über die unterschiedlichen Ausdrucksformen äußern sie ihre Bedürfnisse - wie Fressen, Fortpflanzung, Nähe, Sicherheit und Zugehörigkeit – und teilen ihren eigenen Status mit. Sie verdeutlichen ihr Interesse an bestimmten Ressourcen oder zeigen, in welchem Verhältnis sie sich zu anderen Gruppenmitgliedern sehen.
Untereinander verständigen sich Hunde größtenteils durch Körpersprache. Schon kleine Veränderungen von Gestik, Mimik oder Körperhaltung reichen dabei oft aus, um dem Gegenüber den aktuellen Gemütszustand mitzuteilen oder es zu einer Handlung aufzufordern. Wie der Hund die Rute hält, wie lange der Blickkontakt ist oder wohin er das Gewicht verlagert, wie die Ohren gestellt sind oder wie er sich bewegt: All das passiert nicht zufällig, sondern sagt etwas aus. Bei Begegnungen mit anderen Hunden ist es für uns Menschen wichtig und hilfreich, diese Signale richtig zu interpretieren.
Hundehalter, die die Hundesprache richtig lesen, können in vielen Situationen vorzeitig reagieren. Das beugt Missverständnissen vor und verhindert mögliche Konflikte. Unerwünschtes Verhalten lässt sich besser verstehen und korrigieren, wenn man es im Zusammenhang mit körpersprachlichen Signalen sieht. Die Beachtung der Körpersprache des Hundes verbessert außerdem die Mensch-Hund-Beziehung und trägt zur Zufriedenheit Ihres Hundes bei.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, sich als Hundebesitzer mit der Körpersprache des Hundes zu beschäftigen:
Erkennen von Bedürfnissen und Gefühlen: Aus der Körpersprache können Sie ablesen, ob Ihr Hund aufgeregt, entspannt, gestresst, ängstlich oder freundlich ist. So können Sie besser auf die Bedürfnisse Ihres Vierbeines eingehen und ihn beruhigen oder anderweitig unterstützen.
Erkennen von Unbehagen oder Aggression: Bevor es zu Lautäußerungen oder körperlichen Auseinandersetzungen kommt, zeigen Hunde ihr Unbehagen in einer Situation meist schon durch ihre Körpersprache an. Wer die Zeichen lesen kann, ist in der Lage, problematische Situationen rechtzeitig erkennen und so zu reagieren, dass Konflikte entschärft oder im besten Fall gänzlich vermieden werden können.
Stärkung der Bindung: Für eine gute Mensch-Hund-Beziehung ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund verstehen. Durch eine passende Reaktion auf seine Körpersprache zeigen Sie Ihrem Vierbeiner, dass Sie seine Bedürfnisse respektieren. Das fördert das Vertrauen des Hundes in Sie als verlässlichen und einfühlsamen Partner.
Manche körpersprachlichen Signale sind einfacher zu lesen als andere. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist die Rute des Hundes: Vom freudig-aufgeregten Schwanzwedeln mit einem gleichzeitig wackelnden Hinterteil über das angespannte Zucken der aufgestellten Rute bis zum ängstlich eingeklemmten Schwanz drückt der Hund damit unterschiedliche Stimmungen aus. Auch die Haltung der Ohren lässt sich gut erkennen und deuten: Nach hinten gerichtet zeigen sie meist Unterwerfung, während kerzengerade aufgerichtete Ohren Selbstsicherheit und Wachsamkeit andeuten.
Es gibt jedoch viele weitere Signale, die nicht so leicht zu erkennen und korrekt zu interpretieren sind. Selbst als Hundeliebhaber benötigt man Wissen und Übung, um die Hundesprache richtig zu verstehen. Eine qualifizierte Hundeschule oder der Hundetrainer Ihres Vertrauens vermitteln daher idealerweise ein Grundverständnis der Hundesprache, das durch Weiterbildungen oder Fachbücher vertieft werden kann.
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